von Franz Kestler
Im zweiten Spiel an diesem Wochenende war die SV Fürstenfeldbruck zu Gast. Bereits zu Beginn des ersten Drittels fand die Jugend so gut ins Spiel, dass man die 2:0 Führung von Fürstenfeldbruck zur ersten Drittelpause sogar als etwas glücklich bezeichnen muss.
Als gleich zu Beginn des zweiten Drittels Matthias Kestler auf Zuspiel von Michael Marketsmüller den Anschlusstreffer zum 2:1 markierte, witterte die Mannschaft Morgenluft. Dass Fürstenfeldbruck fünf Minuten später - kurz nach einer vergebenen Großchance für Holzkirchen - den alten Abstand wieder herstellte, war frustrierend für die Mannschaft. Sie musste noch weitere zwei Treffer im selben Drittel hinnehmen.
Auch im letzten Drittel zeigte die Mannschaft ein gutes Spiel, allerdings mit dem Manko, dass dem Gegner zu leichtfertig Chancen eröffnet wurden, während eigene Gelegenheiten meist nicht konsequent genug genutzt wurden. Folge: drei Gegentreffer stehen einem Tor von Thomas Obermayr (Assist: Dominik Renninger) gegenüber.
Weshalb ist die laufende Saison so schwierig? Die derzeitigen Schüler- und Jugendjahrgänge sind einerseits schon immer mit wenigen Spielern besetzt (Die Jahrgänge 1993 und 1996 mit jeweils 6 bis 7 Spielern), andererseits musste in den vergangenen fünf bis sechs Jahren ein starker Aderlaß (u.a. durch Abwanderung von Spielern zu den renommierten Hallenvereinen in Miesbach und Tölz) verkraftet werden: beim Jahrgang 1994 sind von ursprünglich 16 Spielern nur noch 5 Spieler übrig, beim Jahrgang 1995 von 10 nur noch 3 Spieler! Dass für die Jahrgänge 1994, 1995 und 1996 jede zweite Saison keine Mannschaft gemeldet wurde, verstärkte das Probem: erhöhte "Aussteigerrate", während sich die verbliebenen Spieler durch fehlende Spielpraxis kaum weiterentwickeln konnten.
Nichtsdestotrotz bildet der verbliebene vereinstreue Rest eine sympathische Mannschaft. Ihre Anhänger drücken weiterhin die Daumen für den ersten Sieg.
Nun noch zur Statistik:
Ergebnis: 2:8 (0:2/ 1:3/ 1:3)
Strafen: ESC Holzkirchen 1x2 Minuten, EV Fürstenfeldbruck 4x2 Minuten.